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Die Qi-Atmung

Die Qi-Atmung ist eine einfache Technik, die oft zur Entspannung eingesetzt wird. Sie eignet sich z.B. für die Meditation vor oder nach den Übungsstunden.

  1. Ein: Atme durch die Nase ein, die Zunge liegt dabei hinter den oberen Schneidezähnen. Liegt die Zunge in dieser Position, verbinden sich die Meridiane Ren-mai und Du-mai und ermöglichen so den kleinen Energiekreislauf (davon später mehr).
  2. Aus: Senke die Zunge bei der Ausatmung und atme durch Mund und Nase gleichzeitig aus. Wird die Zunge wieder gesenkt, ist die Verbindung unterbrochen, und negative Energie und Emotionen können den Körper mit der Luft verlassen.
Yi: Deshalb stellt man sich bei dieser Übung vor, dass das Qi der eingeatmeten Luft den Körper reinigt und das verbrauchte Qi durch die Ausatmung ausgestoßen wird. Es hilft, sich das frische Qi hell und leuchtend vorzustellen, während man das verbrauchte Qi als schwarze dichte Luft ausatmet.


Die Wolkenhände



Diese Bewegung entspricht einer Technik des Tai-ji-quan. Sie verbessert die Beweglichkeit von Schultern, Ellbogen und Handgelenken und beeinflusst auch die Zwischenwirbelgelenke positiv. Sie steigert die Durchblutung und verbessert das allgemeine Wohlbefinden. Es ist eine meditative Übung. Sie kann im Stand und im Seitwärtsgehen ausgeführt werden.
  1. Ein: Stehe in gut schulterbreiter Stellung, das Gewicht auf dem rechten Bein. Die rechte Hand ist vor dem Bauch, die Handfläche zeigt nach unten. Die linke Hand ist in Halshöhe, die Handfläche zeigt zum Körper. Halte beide Hände entspannt und leicht geöffnet.
  2. Aus: Verlagere das Gewicht zur Mitte, drehe den Körper nach vorn, die Armhaltung bleibt unverändert. Setze die Bewegung ohne Stop fort.
  3. Aus: Verlagere das Gewicht zur linken Seite, drehe dabei die Hüfte nach links und bewege auch die Hände mit. Ändere am Ende der Bewegung die Ausatmung.
  4. Ein: Sobald du nicht mehr weiter nach links drehen kannst, wechsle die Position der Hände. Hebe die rechte Hand dabei in kleinem Bogen hoch und senke die linke in einem größeren Bogen nach unten, so dass sie ihre Positionen vertauschen.
  5. Aus: Die rechte Hand steht jetzt oben, die linke ist unten. Verlagere das Gewicht langsam wieder zur Mitte und von dort auf die rechte Seite. Drehe dabei die Hüfte nach rechts ein. Führe die Bewegung, wie oben beschrieben, nur seitenverkehrt, weiter, so dass eine fließende Endlosbewegung entsteht. Achte darauf, dass der Rücken gerade bleibt und die Drehung nur aus der Hüfte erfolgt.


Wellen bewegen



Die Übung stärkt Leber und Milz, hilft bei Lungenerkrankungen, Nervenschmerzen zwischen den Rippen, Nervenschwäche und Schlaflosigkeit.
  1. Setze das rechte Bein in einem Bogenschritt nach vorn und strecke beide Hände aus
  2. Ein: Verlagere das Gewicht nach hinten und ziehe die Hände auf Schulterhöhe an.
  3. Ein: Verfolge die Bewegung weiter und ziehe die geöffneten Hände vor die Körpermitte.
  4. Aus: Bewege die Hände in einer langsamen Stoßbewegung nach vorn und beuge das vordere Knie erneut nach vorn. Knicke die Handgelenke erst am Ende der Bewegung ein. Bewege dich so in einem ständigen Wechsel. Fortgeschrittene können die Bewegung auch schnell durchführen. Sie sollten aber darauf achten, dass Yi und Qi auch folgen können.
Yi: Die Konzentration liegt auf dem Dan-tian, wenn du einatmest, und sie richtet sich nach innen wie beim Spannen eines Bogens. Bei der Ausatmung geht die Konzentration durch die Punkte Laogong nach außen.


Den Himmel mit beiden Händen stützen



Die Übung stärkt die Beine, den Rücken und die Knie. Sie verbessert die Haltung, stärkt die Wirbelsäule und entwickelt Qi im Dan-tian. Sie verbindet das Qi von Himmel und Erde.
  • Stehe in schulterbreiter Stellung, die Fußzehen zeigen leicht nach außen.
  • Ein: Hebe die Hände mit nach oben zeigenden Handflächen bis auf Schulterhöhe an.
  • Aus: Drehe die Handflächen nach unten und gehe langsam in die Knie. Versuche den Rücken gerade und senkrecht zum Boden zu halten.
  • Ein: Hebe dabei die Hände über den Kopf. Der Blick folgt den Händen; die Stellung bleibt unverändert.
  • Aus: Senke die Hände vor der Brust und strecke gleichzeitig die Knie wieder.
Yi: Konzentriere dich während der ganzen Übung auf das Dan-tian und auf die aufrechte Wirbelsäule.


Das Qi wecken



Diese Übung sammelt das Qi im untersten Dan-tian und lehrt, es zu bewegen. Zusätzlich wirkt sie auf Magen und Dickdarm und lockert die Wirbelsäule.
  1. Stehe aufrecht und entspannt, die Füße stehen schulterbreit auseinander und weisen parallel nach vorn
  2. Ein: Hebe langsam die Arme bis auf Schulterhöhe, die Handflächen zeigen nach unten. Strecke die Arme nicht durch und halte Hände und Handgelenke unbedingt entspannt. Die Knie werden dabei leicht gestreckt.
  3. Ein: Ziehe die Hände in einem leicht nach oben gerichteten Kreisbogen etwas mehr zum Körper an.
  4. Aus: Drücke die Hände langsam und immer noch entspannt nach unten. Beuge die Knie dabei wieder stärker und achte darauf, dass der Rücken aufrecht bleibt. Wiederhole die Bewegung ohne Unterbrechung.
Yi: Vor Beginn der Übung sollte erst einmal Qi im Dan-tian gesammelt werden. Führe es dann zusammen mit den Armen durch den Rumpf nach oben bis in Schulterhöhe und leite es beim Ausatmen wieder zum Dan-tian zurück.


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