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Tschad - Verborgene Schätze der Sahara

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Tiefblaue Seen inmitten eines Meeres aus Sand, spektakuläre Flusstäler in atemberaubenden Felsformationen, die letzten Wüstenkrokodile, paradiesische Oasen mit geheimnisvollen Menschen, die seit Jahrtausenden der Trockenheit trotzen - das alles bietet der Tschad, aufgrund der politischen Lage eine der unzugänglichsten Regionen Afrikas.

Das deutsche Auswärtige Amt sagt zum viert ärmsten Land der Welt: „Es wird generell von Reisen in den Tschad abgeraten, insbesondere in die Hauptstadt N’Djamena. In allen Regionen des Tschad herrscht große Gefahr von Terrorismus, Kidnapping und Gewaltanwendung.”

Nur mit Hilfe der Tubu, eines alten faszinierenden Wüstenvolks, war es möglich, die Schönheiten dieser Region zu erkunden: das eindrucksvolle Gebirgsmassiv des Ennedi, in dem bis zu 10.000 Jahre alte Felszeichnungen von fruchtbaren Zeiten erzählen, die Seen von Ounianga Kebir, die Überreste eines alten Binnenmeeres, und das goldgelbe Sandmeer des Sahel am Südrand der Sahara, das heute ein Land prägt, das einst eines der ältesten Siedlungsregionen des Menschen war.

Von N´Djamena geht es zunächst 1000 Kilometer nach Norden in eine der unwirtlichsten Gegenden der Erde ins trockene Herz der Sahara. Durch das Schwemmgebiet des Tschadsees, entlang des Gazellenfluss „Bahr el Ghazal“ - einem seit 100 Jahren ausgetrockneten Flusslauf. Die Landschaft verändert sich unmerklich, die buschigen Ebenen im Süden verwandeln sich allmählich in eine ausgedörrte Grassteppe, bis nur mehr Sand übrig bleibt. Nur direkt im Bahr el Ghazal wachsen dichtere Bestände von Akazien, Sodomsäpfeln, Tamarisken und Dumpalmen. Die Akazien erreichen sogar noch in 50 Meter Tiefe den von Jahr zu Jahr sinkenden Grundwasserspiegel. Die Gegend ist extrem windig: der ständige Nordost-Passat fegt durch die Bodélé-Senke und durch das Gazellental.


Gazellenfluss „Bahr el Ghazal“

Die Grenzen des Tschadsees und die tatsächliche Ausdehnung des einstigen, größten Binnenmeeres der Erde sind noch ungenügend erforscht. Von der ursprünglichen Ausdehnung zeugen die ausgetrockneten Seeböden mit ihren fossilen Sedimenten. Über viele tausend Jahre sanken einst Myriaden von mikroskopisch kleinen Skeletten verschiedenster Diatomeen (Süßwasser-Kieselalgen) auf den einstigen Seeboden. Dort lagerten sie sich in meterdicken Schichten ab.


Diatomeen


Seen von Ouninanga

Optischer Höhepunkt der Expedition war das Erreichen der Seenlandschaft von Ouninanga Kebir und Ouninanga Serir im nördlichen Tschad, nahe der lybischen Grenze. Erst im Juli 2012 wurden die 18 Ounianga-Seen von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Verschiedenfarbige, palmenumrahmte Seen inmitten der lebensfeindlichen Wüste.

Sie sind Reste des Paläo-Tschad, dessen heutige Ufer tausend Kilometer südlich liegen. In diese überwältigende Gegend waren bisher nur wenige Europäer vorgedrungen. Der erste Eindruck ist atemberaubend. Tiefgrüne Palmen und ockerfarbene Tafelberge spiegeln sich in grünen, blauen und rötlich gefärbten Seen. Nach tagelanger Fahrt durch eines der trockensten Gebiete der Welt ist man geneigt, an eine Fata Morgana zu denken als an eine reale Landschaft.

Im Umkreis von mehr als 800 Kilometern finden sich keine vergleichbaren Wasserflächen. Dieses Naturwunder der Superlative hat besondere Kennzeichen. Die Felsplateaus sind blank poliert und an den Kanten der Tafelberge hat der ständig wehende Passat parallele Rinnen und Kanäle aus dem Fels gefräst – alle in einer Richtung, von Nordost nach Südwest. Der Wind ist hier die Kraft, die Landschaften formt und gleichzeitig zerstört. Inmitten dieser extrem trockenen Wüstenlandschaft liegt das größte Seengebiet der Sahara. Zwischen Dünenkämmen glänzen Wasserflächen in unterschiedlichsten Farben.


Ouninanga Kebir

Die Seenlandschaften von Ouninanga Kebir und Ouninanga Serir liegen 200 Kilometer östlich des Tibesti-Gebirges inmitten einer Extremwüste. Der nubische Sandstein bildet eine Schichtstufe des großen Kufra-Grundwasserbeckens. Dort gab es eine Vielzahl an abflusslosen Seen. Sie sind als Restseen fossiler Grundwässer erhalten geblieben und einer unterschiedlich intensiven Verdunstung ausgesetzt.

In einer der heißesten Regionen der Erde, wo im Jahr durchschnittlich nur zwei Millimeter Regen fallen und sechs Meter des Wasserspiegels verdunsten, konnten sich diese 18 Seen, die mit einem unterirdischen Grundwasserspeicher verbunden sind, erhalten.

Von Nordost nach Südwest streichen Sanddünen in die Seen und zerteilen sie in einzelne Wasserbecken. Die Salzkonzentration ist in den verschiedenen Seen unterschiedlich. Bakterien und Algen färben das Wasser mit dem extrem hohen Salzgehalt rot und geringem Salzgehalt grün.

Ein See hatte nahezu Süßwasserqualität, der natürlich zum Baden eine tolle Abwechslung war. Rund um die Seen gibt es windgeschliffene Felsformationen und Windgassen, die vom permanent wirkenden Sandstrahlgebläse des Passats aus dem bunten nubischen Sandstein modelliert werden.

Lage

Der Tschad liegt in Zentralafrika . Er grenzt im Norden an Libyen , im Osten an den Sudan , im Süden an die Zentralafrikanische Republik und im Westen an Kamerun , Niger und Nigeria. Er ist etwa 3,5mal so groß wie Deutschland und war über viele Jahre für Fremde ein verschlossenes Land. Jahrzehntelange Bürgerkriege und schließlich der Krieg gegen Lybien machten Reisen in das Ennedi-Gebirge unmöglich. Sie gehören auch heute noch zu den letzten grauen Flecken dieser Erde, und nur ganz wenige Reisende sind bisher dorthin vorgedrungen.

Am Weg ins Ennedi-Gebirge trafen wir auf Panzer. Mit Minen war bis vor kurzem zu rechnen, doch sie wurden zuletzt von Kanadiern und Schweizer angeblich „entmint“. Hier wurde Krieg geführt – Lybien gegen den Tschad - um Erdöl und Wasser, die unter dem Wüstenboden liegen sollen. Aber niemand hat hier Schätze gehoben, schon gar nicht die Soldaten. Hinter den Relikten von Panzern findet man halb versandete Turm-MGs, Patronenhülsen, zerbombte Jeeps und viele weitere Überreste eines sinnlosen Krieges.



Geulta Archei

Das Ennedi ist ein Inselgebirge an der Grenze zwischen Tschad und Sudan. Im Umkreis von tausend Kilometern gibt es nur trockene, lebensfeindliche Wüste.
Ein ausgetrocknetes Wadi führt zwischen senkrechten Sandsteinwänden in eine tiefe Schlucht – die Guelta Archei. Eine archaisch wirkende, immer lauter werdende Geräuschkulisse erzeugt Gänsehaut-Feeling. Wenn unzählige Kamele zu Tränke kommen bricht sich ihr Brüllen und Ächzen hundertfach in den senkrechten Sandsteinfelsen.

Eingebettet in eine tiefe Schlucht liegt die Guelta, die das Kostbarste der Wüste birgt: Wasser. Die Guelta ist die ergiebigste Wasserstelle im Ennedi-Gebirge, daher kommen die Nomaden mit ihren Kamel-, Ziegen- und Schafherden aus einem Umkreis von mehr als hundert Kilometern hierher, um ihren Durst zu löschen.

Das Gebiet befindet sich im Besitz eines Clans aus dem Volk der Goran. Doch obwohl die meisten Clans wegen der ständigen Auseinandersetzungen um die Weidegründe verfeindet sind, muss allen Nomaden der Zutritt zum Wasser gestattet werden. Dies gebieten die Gesetze der Wüste. Man darf zwar Feinde töten, aber den Zugang zum Wasser darf man ihnen nicht verwehren.

Bis zum Bauch stehen die Tiere im Nass und tanken sich mit langen, gierigen Zügen voll, obwohl die Brühe vom Urin und Kot schon eine dunkelbraun-gelbe Färbung angenommen hat.



Weitere Kamele warten auf die Tränke, doch erst wenn die vor ihnen eingelangten Herden ihren Durst gelöscht haben, wird der Weg zum Wasser frei. Ein durstiges Kamel trinkt mehr als 100 Liter Wasser. Im Winter alle 2 Monate, im Sommer alle 2 Wochen! Die Nomaden nehmen hunderte Kilometer Anmarsch in Kauf, um das lebenswichtige Nass zu schöpfen.

Wüstenkrokodile

Am hinteren Ende der Schlucht eröffnet sich eine grüne Oase. Als sich die Flüsse aus der zentralen Sahara zurückgezogen haben, sind einige wenige Krokodile in der Guelta Archei zurückgeblieben. Angeblich sollen noch 4-5 am Leben sein - hunderte Kilometer isoliert von ihren Artverwandten – die letzten lebenden Zeugen einer fruchtbaren Vergangenheit. Gesehen wurde ein einziges.

Sie sind Nachfahren aus einer Zeit, als dieser Teil der Sahara zu einem riesigen Binnenmeer gehörte. In den 60er-Jahren soll es noch 30 Echsen in der Guelta gegeben haben. Seither ist das Wasser immer weniger geworden und die Zahl der Krokodile hat kontinuierlich abgenommen. Es dürfte somit nur noch eine Frage weniger Jahre sein, bis auch die letzten Wüsten- oder Zwergkrokodile in der Guelta Archei ausgestorben sind.

Ungewiss ist, ob es überhaupt noch zwei Geschlechter gibt oder die Population nur aus Männchen oder Weibchen besteht. Die Verteilung der Geschlechter ist bei Krokodilen von der Bruttemperatur des Sandes abhängig. Diese wird wiederum von der vertikalen Entfernung zum Wasser beeinflusst.

Diese letzten Wüstenkrokodile sind lebende Zeugen dafür, dass noch vor wenigen Jahrhunderten die Zuflüsse des Senegals, des Nigers und des Nils weit in die Gebirge der Sahara hinein reichten.

Prähistorische Höhlenmalereien

Ein weiteres Zeugnis dieser fruchtbaren Zeit sind unter Felsvorhängen versteckte, über 4000 Jahre alte, Höhlenmalereien in den Wänden des Ennedi, in denen eine reichhaltige Flora und Fauna abgebildet wird. Nur, wie lange können die Nomaden mit ihren Dromedar-Herden noch hier überleben? Ihre traditionelle Lebensweise ist durch moderne Grenzen, bürokratische Regulierungen, aber vor allem die weiterhin zunehmende Trockenheit bedroht.



Tubu, die Felsenmenschen

Die Tubu gelten als feindseliges, misstrauisches Volk, das, ausgestattet mit einer unvorstellbaren Zähigkeit, selbst in dieser extrem kargen Landschaft überleben konnte. Sogar technisch weit überlegenen Feinden gelang es nie, sie zu besiegen. Wenn nicht gerade Bürgerkrieg, Rebellion gegen die Regierung in N´Djamena oder Stammesfehden den Zugang in dieses Gebiet unmöglich machen, so ist es auch sonst nicht einfach, in das trockene Herz der Sahara zu gelangen.

Wegen der Minengürtel aus dem Krieg gegen Gaddafis Lybien, der 1988 erfolgreich zu Ende ging, sind viele Landstriche, Pässe und Übergänge unpassierbar. Oft ermöglichen nur wenige 100 Meter breite Korridore den Durchschlupf. Schwere Regenfälle haben 1994 die Sprengkörper aus verminten Wadis weggeschwemmt und kein Mensch kann auch nur annähernd lokalisieren, wo die todbringenden Ladungen liegen. Zerfetzte Autowracks sind die stummen Zeugen dieser Dramen.



Durch die Kriege und die zunehmend dramatischer werdende Wasserknappheit sind in den letzten Jahren viele Tubus in die Hauptoasen wie Faya, Zouar oder Bardai abgewandert. Im Umkreis von Faya entstanden etliche Elendslager. Die Bewohner leben in bitterer Armut. Die Herkunft der 30.000 Tubu ist rätselhaft, sie dürften als Angehörige des Volkes der Goran vor ca. 2000 Jahren aus dem Hochland von Äthiopien eingewandert sein. Der tägliche Kampf ums Überleben hat das Volk geprägt. Gegenüber Fremden sind die Tubu extrem schwierig, unberechenbar und unzugänglich.

Für diese Viehzüchter, die vorwiegend Kamele, Schafe und Ziegen auf ihren Weiden hüten, galt Oasenarbeit seit jeher als unwürdig und nicht ehrenhaft. Daher brachten sie von ihren grausamen und gefürchteten Raubzügen, die sie weit in den Sudan und in den schwarzafrikanischen Süden des Tschad führten, nicht nur Vieh und Handelswaren mit. Sie raubten auch die Bewohner der Dörfer und versklavten sie zur Arbeit in den Oasen. Raub gehört seit jeher zu ihrer Überlebensstrategie.

Das Volk der Tubu ist bis heute in seiner sozialen Grundstruktur unverändert geblieben. Nach wie vor sind ihre Denk- und Verhaltensmuster für den Europäer unverständlich, da sie sich auf eine völlig andere Art mit der Natur und dem Leben auseinandersetzen.

Unvorstellbare Zähigkeit gegenüber einer extrem harten Umwelt sowie Feindseligkeit und Aggressivität gegenüber Menschen, die von außen in ihre Welt eindringen, haben sie seit Jahrhunderten davor bewahrt, von externen Mächten unterworfen zu werden. Das ist auch den französischen Fremdenlegionären nicht gelungen, obwohl die nicht gerade zimperlich agierten.

Auch Lybien, das sich in den Bürgerkrieg einmischte, scheiterte 1988 trotz technischer und zahlenmäßiger Überlegenheit in der Entscheidungsschlacht im Wadi Doum kläglich.

Reisen in den Tschad

Expeditionen in den Tschad erfordern ein hervorragendes Team von Einheimischen, das nicht nur die unmöglichsten Routen durch die Berge und Wüsten kennt, sogar bei Sandstürmen noch blind sein Ziel am nächsten Wasserloch findet und jedes Auto mit einfachsten Hilfsmitteln reparieren kann. Solche Einheimische sind unerlässlich wegen ihrer Kontakte zu den jeweiligen regionalen Herrschern. Denn ob es eine feindliche oder freundliche Aufnahme und Begleitung der Fremden gibt, hängt oft ausschließlich von diesen einheimischen Begleitern ab.



Reiseroute

N’Djamena – Massakori – Moussoro – Salal - Faya – Erg Djourab - Seen von Ounianga – Salinen von Demi – Mourdi Depression - Bischagara - Fada – Ennedi – Oum Chalouba –Biltine - Abeché – Ngoura - N’Djamena

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